Angefangen hat alles mit einer neuen CNC-Fräse, die in unsere Werkstatt einzog. Nach der anfänglichen Freude über die vielen Möglichkeiten der Verarbeitung, die wir nun hatten, stand aber auch die Frage im Raum: Was nun? Was bauen wir damit zuerst?
Nach vielen Testläufen und Prototypen wurde es eine Pfeffermühle. Die PRISE. Heute steht sie bei uns in dreizehn Farben im Regal und mahlt nicht nur Pfeffer.
Warum Holz und nicht Plastik
Pfeffer ist ein scharfes Korn. Salz ist korrosiv. Beides sollte nicht in einem Material zermahlen werden, das selbst Spuren hinterlässt und sich beim Mahlprozess abnutzt. Eine Mühle aus Kunststoff mahlt jahrelang an sich selbst mit und das willst du nicht im Essen haben.
Unsere Lösung: Ein Korpus aus Buche-Massivholz, gefräst mit der CNC. Dazu ein Keramikmahlwerk. Der einzige Bio-Kunststoff ist der farbige Mühlenkopf oben. Den fasst du aber nur an, um die Mechanik anzutreiben – er berührt deine Gewürze nicht.
Buche ist hart, dicht, fast porenlos. Sie nimmt keine Gerüche an, vergilbt nicht, und wenn du sie gelegentlich mit etwas Öl pflegst, hält sie ein Möbelleben lang.
Unser Holz kommt aus nachhaltiger Forstwirtschaft und ist FSC® zertifiziert. Wichtigstes Ziel des FSC® ist es, dass die Wälder unserer Erde gleichzeitig umweltgerechter, sozialverträglicher und ökonomisch tragfähiger genutzt werden. Den Korpus fräsen wir aus Buche-Massivholz. Die dazugehörige Basis – mehr dazu gleich – aus geleimter Buche, weil es sich für die Fläche besser anbietet.
Das Mahlwerk – warum Keramik fast alles kann
Mahlwerke sind das eigentliche Herz einer Pfeffermühle. Edelstahl, gehärteter Stahl, Keramik – alle haben ihre Argumente, aber nur eines ist universell: Keramik.
Wir verwenden Mahlwerke von Crushgrind, einem dänischen Spezialhersteller. Der Konus ist aus harter Keramik, wobei sich der Mahlgrad stufenlos über einen Drehmechanismus unten an der Mühle einstellen lässt. Eine Viertel-Drehung macht die Gewürze spürbar feiner. Wer Pfeffersauce kocht, will grob. Wer Vinaigrette macht, will fein. Beides in der gleichen Mühle, in unter einer Sekunde umgestellt.
Der entscheidende Punkt: Keramik mahlt Pfeffer, Salz, Koriander, Senfsaat, getrocknete Kräuter, Chili. Alles, was trocken ist und kleiner als eine Kichererbse.
Was wir verkaufen, ist eigentlich eine Gewürzmühle. Wir nennen sie Pfeffermühle, weil so jeder weiß, was er kauft.

Dreizehn Farben statt nur einem Duo
Die meisten Mühlen kommen als Paar. Eine helle, eine dunkle. Salz und Pfeffer. Fertig.
Wir machen es anders. Die PRISE gibt es in dreizehn Farben, und der Kopf ist das, was sie unterscheidet – im Mahlwerk innen passiert bei allen das Gleiche. Bestseller sind bei uns Blau und Olivgrün. Die beliebtesten Kombinationen für Salz-und-Pfeffer-Paare: Blau mit Rot, Olivgrün mit Terracotta.
Der Rest ist Geschmackssache und Esstisch-Farbpalette.
Die Basis – weil Pfefferreste nerven
Bevor es die Basis gab, hatte ich zu Hause umgedrehte Marmeladendeckel unter meinen Mühlen stehen. Ich gebe es zu. Es war keine elegante Lösung – schon von Anfang an zum Scheitern verurteilt, ehrlich gesagt. Die Deckel rutschten, sahen daneben aus, und wenn man die Mühle samt Deckel zum Tisch tragen wollte, kippte alles im falschen Moment. Eine kleine Pfefferexplosion in der Küche, eine große Pause zum Putzen und jede Menge Frust.
Deshalb gibt es die Basis. Ein Stück geleimtes Buchenholz mit zwei Mulden, in denen je eine PRISE Platz hat. Die Mulden selbst fangen die Reste auf – kein extra Schälchen, keine komplizierte Konstruktion und kein Deckel, den man für jeden Benutzung abnehmen muss. Was rieselt, sammelt sich da, wo die Mühle steht, und nicht auf dem Tisch.
Es gibt die Basis einzeln, oder im Set: zwei Mühlen in zwei Farben deiner Wahl, dazu die Basis – die ist im Set gratis dabei. Wer ohnehin zwei Mühlen will, bekommt sie quasi geschenkt.
Hier geht's zum Pfeffermühlen-Set mit Basis.
Made in Germany ist nicht gleich Made in Germany
Es gibt Pfeffermühlen, bei denen „Made in Germany" auf der Verpackung steht, weil eine Schraube hier eingedreht wurde. Das ist nicht, was wir meinen, oder wofür wir stehen.
Wir fräsen den Korpus der PRISE in unserer Werkstatt in Süddeutschland. Den farbigen Kopf drucken wir selbst In-House. Das Mahlwerk kaufen wir zu – das einzige, was nicht aus Deutschland kommt, sondern aus Dänemark – und verpressen es mit unseren selbst hergestellten Werkzeugen.
Alle Produktionsschritte passieren hier. Kein Zwischenhandel, keine Lohnfertigung in Asien.
Pflege und Nachfüllen – das Wichtigste in Kurzfassung
Nachfüllen: Kopf abziehen, Gewürz rein, Kopf aufstecken. Etwa 20 Gramm Pfefferkörner passen in die PRISE, bei feineren Gewürzen entsprechend mehr oder weniger. Keine Schrauben, kein Trick, keine Anleitung nötig.
Reinigung: ein weiches, leicht feuchtes Tuch außen. Nicht in die Spülmaschine, nicht über 50 Grad. Buche ist Holz, und Holz mag keine Hitze und kein Dauerwasser. Wer das beachtet, hat ewig etwas davon.

Worauf du beim Kauf achten solltest
- Material des Korpus. Holz oder Plastik – Plastik mahlt sich selbst mit ab.
- Material des Mahlwerks. Keramik ist universell und korrodiert nicht. Edelstahl kann bei Salz Probleme machen.
- Mahlgrad-Verstellung. Stufenlos ist besser als Klick-Stufen, weil Kochen selten in Stufen denkt.
- Nachfüllbarkeit. Wenn du einen Schraubenzieher brauchst, ist es die falsche Mühle.
- Herkunft. „Made in Germany" mit Fragezeichen lesen.

Fazit
Eine gute Pfeffermühle hält Jahrzehnte. Wenn sie aus Buche ist, ein Keramikmahlwerk hat und in Deutschland gefräst wird, gibt es nicht mehr viel zu entscheiden außer der Farbe. Oder zwei Farben, wenn das Set mit Basis den Tisch bereichert. Wir nennen sie Pfeffermühle, aber sie kann jedes trockene Gewürz zerkleinern, das dir einfällt.
(Von Maike, Praktikantin im Produktdesign & Hobbyköchin mit Hang zur Schärfe)
















